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Freitag, 21. Juni 2019
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Singkreis

 

„… wie verabschiedet sich ein Chor?

Mit einem Konzert!“

 

Unter diesen aussagekräftigen, einleitenden Worten stellte Annette Wolf den Beginn eines Konzertes unseres Singkreises vor.
Ein Konzert zum Ende einer Ära, welche 65 Jahre ein Fundament des musikalischen, kirchlichen Gemeindelebens in Spork-Wendlinghausen darstellte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Fotos: Herbert Huhn

Dieses Konzert wurde getragen von vielen musikalisch aktiven Freundinnen und Freunden aus der eigenen und benachbarten Gemeinde. Die Dynamik und die Qualität des gesamten Konzertes begeisterte alle Gäste. Die inhaltliche Vielfalt zeigt sich an den Mitwirkenden. So präsentierten sich als Gäste der Kirchenchor Hillentrup unter der Leitung von Frau Arisa Ishibashi, der Spontanchor unter der Leitung von Annette Wolf, der Flötenkreis unter der Leitung von Ines Amrhein, sowie die Solistinnen Ines Amrhein (Blockflöte), Barbara Buerschaper (Sopran), Annette Wolf (Klavier und Orgel), Kezia Pogoda-Kohnen (Orgel). Herr Pastor Schmidtpeter baute Brücken zwischen den einzelnen Darbietungen mit der Auslegung verschiedener Psalmen. Nicht zuletzt trug der Singkreis mit seinen Interpretationen zu einem gelungenen Konzertabend bei.

  Foto: Herbert Huhn

Der Ausklang fand in geselligen Runden mit anregenden Gesprächen und frisch Gegrilltem und Gebackenem statt. Gezeichnet war dieser Abschluss von der Priese Schwermut der bleibt, wenn sich eine Ära auflöst.

Im Namen des Kirchenvorstandes möchten wir uns bei allen Beteiligten für dieses Konzert bedanken. Sei es bei den musikalischen Aktiven, bei den OrganisatorInnen oder bei den fleißigen HelferInnen an den Versorgungsstellen. Den Mitgliedern des Singkreises danken wir für die Freude, welche Ihr uns über viele Jahrzehnte geschenkt habt und wünschen Euch mit dem Lied „Vertraut den neuen Wegen“ Gottes Segen.

 


 

 

Abschied vom Sporker Singkreis
Ein Chor geht in den Ruhestand

 

 

Es kommt nicht oft vor, dass ein Chor die gesamte Geschichte einer Kirchengemeinde begleitet und prägt. Vom Sporker Singkreis kann man es mit Fug und Recht behaupten.

Vom Jugendbundchor zum Singkreis

Vor 65 Jahren, anno 1948 brachte Erwin Wolf einige Jugendliche aus seiner EC-Jugendbund-Arbeit zum mehrstimmigen Singen. Das war die Geburtsstunde des späteren Singkreises.

Und als 1958 der Hillentruper Pfarrbezirk Spork gegründet wurde, als ein junger Mann namens Walter Stock dort seine erste Pfarrstelle antrat und ein kleines Gemeindehaus gebaut wurde, - da war der „Jugendbundchor“ schon zehn Jahre alt.

Von nun an sahen es die jungen Sängerinnen und Sänger als ihre Aufgabe an, die kirchliche Arbeit in Spork zu unterstützen. So bekam der neue Pfarrbezirk von Anfang an einen eigenen Chor.

Hans Blanke übernahm 1958 die Aufgabe der Chorleitung. Er arbeitete sich ein, Note für Note, und führte seinen Chor durch die Welt des manchmal auch sperrigen Liedguts des Ev. Sängerbundes. Hans Blanke setzte auch fort, was im Jugendbund begonnen hatte; und die späteren Chorleiterinnen Erika Wolf (ab 1998) und Beate Schröer (ab 2011) haben´s von ihm übernommen: nie gab es jemals eine Chorstunde ohne Andacht und Gebet.

Als die Sänger/innen der Generation des „Jugend“-bundes entwachsen waren, nannten sie sich fortan bescheiden „Singkreis“.


Eine Gemeinschaft von Aktivposten

Wenn sich jetzt nach 65 Jahren der Singkreis verabschiedet, so geht mit ihm eine ganze Generation von Aktivposten allmählich in den Ruhestand. Denn nicht nur der Chor als ganzes, sondern auch die einzelnen Sänger/innen haben ihre Kirchengemeinde vielfältig unterstützt, oft mit viel Einsatz und in großer Treue.

Erinnern Sie sich? :

Im Laufe der Jahre übernahmen mehrere Sänger/innen Verantwortung im Kirchenvorstand. Andere leiteten oder verstärkten den Posaunenchor, spielten die Orgel, organisierten „Geistliche Abendmusiken“ und andere Konzerte. Wieder andere versahen den Küsterdienst oder den Dienst der Pfarramtssekretärin. Andere leiteten den Frauenkreis, die Landeskirchliche Gemeinschaft, arbeiteten mit in Jungschar und Kindergottesdienst. Mitglieder des Singkreises traf man auch im Gesprächskreis, in der Bibelstunde oder beim Besuchsdienst. Und wenn etwas zu organisieren war, ob ein Fest oder eine Fahrt, war der Singkreis meist die erste Adresse für freiwillige Hilfe.

Nein, die Kirchengemeinde Spork bestand nicht nur aus dem Singkreis. Aber die Gemeinde hat ihrem Chor tatsächlich viel zu verdanken, und umgekehrt auch. Insbesondere die Gottesdienste und die regelmäßigen Chorproben mit ihren geistlichen Worten und Liedern waren offensichtlich wie eine Segensquelle, die hinauswirkt in den Alltag der Gemeinde.


Ein Chor von Kirchgängern

In 65 Jahren hat der Singkreis viele „Dienste“ wahrgenommen, bei Sängerfesten und Altenfeiern, in Kirche und Mehrzweckhalle. Seinen eigentlichen Auftrag aber hat er immer im Gottesdienst der Gemeinde gesehen.

Der Singkreis war und ist ein Chor von Kirchgängern. Ein paar Sänger/innen traf man immer, in jedem Gottesdienst. Dort haben sie auch unzählig oft gesungen. Zu allen Festtagen. Und auch an „normalen“ Sonntagen. Denn: „Wir sind ja sowieso da“ und: „Wir haben ja so viele schöne Lieder.“

Als 1996 das neue Ev. Gesangbuch eingeführt wurde, mit seinen zahlreichen mehrstimmigen Sätzen, schallte der Organistin gleich ein vielstimmiger Gemeindegesang entgegen. Denn die meisten Sätze waren dem Singkreis längst vertraut.

 

„Gott loben, das ist unser Amt“


Liebe Sängerinnen und Sänger. Der Singkreis ist 65 und geht nun in den Ruhestand.

Er ist nicht zu ersetzen, auch nicht durch andere Chöre. Eine Ära geht jetzt zu Ende. Und das darf auch so sein. Neue Generationen werden andere Wege finden, andere Menschen werden sich zeigen mit anderen Begabungen und Ideen.

Wir danken euch für euren Dienst. Denn als „Dienst“ habt ihr das Singen immer verstanden. Wir ent-pflichten euch. Wir wissen, ihr bleibt einander weiterhin verbunden.

Und bitte bleibt auch unserer, eurer Gemeinde weiterhin verbunden „in Gebet und Lobgesang“.

Annette Wolf

 


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